Was ist das BIP, einfach erklärt
Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) ist der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Land in einem Jahr produziert werden. Praktisch misst es, wie viel die Wirtschaft "produziert": Wächst das BIP, schafft das Land mehr Wohlstand; fällt es, schrumpft die Wirtschaft.
Was es misst, mit einem Beispiel
Jede servierte Pizza, jedes gebaute Auto, jeder Arztbesuch, jeder Haarschnitt: Addiert man den Wert von allem, was ein Land in einem Jahr produziert und verkauft, erhält man das BIP. Es ist das meistgenutzte Maß dafür, ob es einer Wirtschaft gut oder schlecht geht.
Was am meisten zählt, ist nicht die absolute Zahl, sondern ihre Veränderung: "Das BIP ist um 1,5 % gewachsen" bedeutet, dass die Wirtschaft 1,5 % mehr produziert hat als im Vorjahr.
Warum es auch Sie betrifft
Wächst das BIP, stellen Unternehmen meist mehr ein, Löhne tendieren zum Steigen und es herrscht mehr Vertrauen. Fällt es, passiert das Gegenteil: weniger Einstellungen, mehr Vorsicht, Arbeitslosigkeitsrisiko. Zwei aufeinanderfolgende Quartale mit fallendem BIP nennt man Rezession.
Auch die Märkte verfolgen es aufmerksam: ein stärkeres BIP als erwartet stützt oft die Börse, ein schwächeres beunruhigt sie.
Kurz gefasst
- Das BIP ist der Wert von allem, was ein Land in einem Jahr produziert.
- Am wichtigsten ist seine Veränderung: wächst oder schrumpft im Vergleich zu vorher.
- BIP-Wachstum = mehr Arbeit und Vertrauen; Rückgang = das Gegenteil.
- Zwei aufeinanderfolgende rückläufige Quartale nennt man Rezession.
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