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Was ist eine Anleihe, einfach erklärt

Eine Anleihe ist ein Darlehen, das Sie einem Staat oder einem Unternehmen geben. Im Austausch für Ihr Geld verpflichtet sich der Emittent, Ihnen regelmäßig Zinsen (den "Kupon") zu zahlen und Ihnen den vollen Betrag zu einem festgelegten Datum (der Fälligkeit) zurückzuzahlen.

Wie es funktioniert, mit einem Beispiel

Sie kaufen eine Anleihe über 1.000 Euro mit 5 Jahren Laufzeit und 3 % Kupon. Jedes Jahr erhalten Sie 30 Euro Zinsen, und bei Fälligkeit werden Ihnen die ursprünglichen 1.000 Euro zurückgezahlt. Sie haben Geld verliehen und wurden für die Mühe bezahlt.

Italienische Staatsanleihen heißen BTP; deutsche, Bund. Auch Unternehmen geben Anleihen aus, um sich zu finanzieren.

Warum sie vorsichtiger ist als eine Aktie

Mit einer Aktie nehmen Sie am Erfolg (oder Misserfolg) eines Unternehmens teil: Sie können potenziell viel verdienen, riskieren aber mehr. Mit einer Anleihe wissen Sie im Voraus, wie viel Sie erhalten werden, sofern der Emittent nicht zahlungsunfähig wird (also seine Schuld nicht zurückzahlen kann).

Die Kehrseite: meist niedrigere Renditen. Je zuverlässiger der Emittent (z. B. Deutschland), desto weniger Zinsen bietet er; je riskanter, desto mehr muss er zahlen, um Sie zu überzeugen — dasselbe Prinzip wie beim Spread.

Kurz gefasst

  • Eine Anleihe ist ein Darlehen an einen Staat oder ein Unternehmen.
  • Sie zahlt regelmäßige Zinsen (Kupon) und gibt das Kapital bei Fälligkeit zurück.
  • Vorhersehbarer und vorsichtiger als eine Aktie, aber meist niedriger verzinst.
  • Das Risiko hängt vom Emittenten ab: Je zuverlässiger, desto weniger Zinsen zahlt er.

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