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Warum ein starker Dollar Unternehmen außerhalb der USA schadet

Ein starker Dollar ist nicht nur ein Wechselkurs: Er ist eine Preiserhöhung für alle, die nach Amerika verkaufen, eine Schuldenerhöhung für alle, die sich in Dollar verschuldet haben, und eine Kostensteigerung für jeden Rohstoffkäufer — denn Öl, Weizen und Metalle werden weltweit in Dollar bezahlt.

Erste Wirkung: der Export nach Amerika

Ein europäisches Unternehmen, das in den USA verkauft, nimmt Dollar ein und rechnet sie in Euro um. Ist der Dollar stark, sind diese Einnahmen mehr wert — das ist die gute Seite, und der Markt weiß das.

Die schlechte Seite ist das Spiegelbild: Erstarkt umgekehrt der Euro, werden europäische Produkte für Amerikaner teurer, die weniger oder anderswo kaufen. Der Umsatz dünnt aus, bevor die Bilanz es zeigt.

Zweite Wirkung: die Dollar-Schulden

Viele Schwellenländer und viele Unternehmen verschulden sich in Dollar, weil es billiger ist. Erstarkt der Dollar, bleibt ihre Rate in Dollar gleich, wird aber in ihrer eigenen Währung schwerer: Sie müssen mehr verdienen, um dieselbe Schuld zu bedienen.

Deshalb drückt ein starker Dollar die Schwellenländer, auch wenn dort nichts passiert ist. Die Schuld hat sich nicht verändert — verändert hat sich, was ihre Rückzahlung kostet.

Dritte Wirkung: die Rohstoffe

Öl, Gas, Kupfer und Weizen werden weltweit in Dollar notiert. Erstarkt der Dollar, werden sie für alle, die nicht in Dollar zahlen, teurer — bei sonst gleichen Bedingungen. Das erreicht Industrie, Verkehr und am Ende die Verbraucherpreise.

Deshalb ist der Wechselkurs kein Fachthema: Er ist eine der wenigen Zahlen, die gleichzeitig auf der Stromrechnung, in den Unternehmensbilanzen und im Wert Ihres Depots landet.

Kurz gefasst

  • Eine starke Heimatwährung verteuert die Produkte der Exporteure in Amerika.
  • Ein starker Dollar belastet alle mit Dollar-Schulden, vor allem Schwellenländer.
  • Rohstoffe werden in Dollar bezahlt: ein starker Dollar verteuert sie für alle anderen.
  • Wechselkurse treffen Rechnungen, Bilanzen und Depots gleichzeitig.

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