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Welche Steuern zahle ich auf meine Geldanlagen?

Besteuert wird der realisierte Gewinn, nicht das, was auf dem Bildschirm steht: Solange Sie nicht verkaufen, entsteht keine Steuer. Die Sätze unterscheiden sich von Land zu Land, die Prinzipien sind überall gleich — und die drei teuersten Fehler betreffen nicht den Steuersatz, sondern den Verkaufszeitpunkt und Verluste, die niemand geltend macht.

Auf dem Papier wird nichts fällig

Haben Sie zu 100 gekauft und es steht heute bei 130, sind diese 30 nicht besteuert: Es ist ein nicht realisierter Gewinn, er existiert nur auf dem Bildschirm. Die Steuer kommt beim Verkauf — und das gibt Ihnen eine Macht, die kaum jemand nutzt: Sie bestimmen wann.

Die Kehrseite: Einen Verkauf aufzuschieben, um Steuern zu sparen, ist ein schlechter Grund, etwas zu behalten, das Sie nicht mehr wollen. Steuer ist ein Anteil am Gewinn — verschwindet der Gewinn, haben Sie die Steuer gespart und das Kapital verloren.

Verluste sind Geld wert, wenn man sie nicht verfallen lässt

Fast jedes Steuersystem erlaubt die Verrechnung: Gewinnen Sie in einem Jahr 1.000 auf einer Position und verlieren 800 auf einer anderen, zahlen Sie auf die Differenz von 200, nicht auf 1.000. Dafür muss der Verlust realisiert sein — Sie müssen verkauft haben.

Und fast überall verfallen nicht genutzte Verluste nach einigen Jahren. Es ist das Geschenk, das die meisten liegen lassen: Sie halten eine Verlustposition jahrelang, "bis sie sich erholt", und lassen währenddessen das Recht verfallen, auf alles andere weniger Steuern zu zahlen.

Die drei Punkte, die Sie in Ihrem Land klären sollten

Erstens: wie hoch der Satz ist und ob er sich zwischen Staatsanleihen, Aktien und Tagesgeld unterscheidet — in vielen Ländern tut er das deutlich. Zweitens: wer abführt, Sie über die Steuererklärung oder die Bank für Sie. Letzteres kostet etwas mehr und nimmt Ihnen jede Pflicht ab.

Drittens: welche Verluste mit welchen Gewinnen verrechnet werden dürfen. Das ist die unintuitivste und teuerste Regel: In mehreren Ländern lassen sich Verluste bestimmter Instrumente nicht mit Gewinnen anderer verrechnen — wer das nicht weiß, merkt zu spät, dass er auf einen Gewinn gezahlt hat, den es so nie gab.

Kurz gefasst

  • Gezahlt wird beim Verkauf, nicht auf den Bildschirmwert.
  • Realisierte Verluste senken die Steuer auf Gewinne — sie verfallen aber.
  • Behalten Sie nie eine schlechte Anlage nur, um Steuern aufzuschieben.
  • Sätze und Verrechnungsregeln sind national verschieden: prüfen Sie Ihre.

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