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Was passiert mit meinem Geld, wenn die Bank pleitegeht?

Geld auf dem Konto ist durch die Einlagensicherung geschützt, bis zu einer Grenze pro Person und pro Bank — 100.000 Euro in der Europäischen Union, vergleichbare Beträge anderswo. Wertpapiere sind etwas anderes und in gewisser Hinsicht besser gestellt: Aktien, Anleihen und Fonds gehören nicht der Bank, sie gehören Ihnen und werden nur verwahrt.

Einlagen: die Grenze gilt pro Person und pro Bank

Die Sicherung deckt Giro- und Tagesgeldkonten bis zur gesetzlichen Grenze. Zwei Details verändern die Rechnung: Die Grenze gilt pro Person, ein Gemeinschaftskonto zweier Personen ist also doppelt geschützt; und sie gilt pro Bank, nicht pro Konto — drei Konten bei derselben Bank verdreifachen nichts.

Achtung auf eine Falle: Mehrere Marken können zu einer einzigen Banklizenz gehören und teilen sich dann eine Grenze. Wer größere Summen "auf zwei Banken" verteilt hat, sollte prüfen, ob es wirklich zwei Banken sind.

Wertpapiere: sie gehören nicht der Bank

Aktien, Anleihen und Fondsanteile im Depot zählen nicht zum Vermögen der Bank: Sie gehören Ihnen, die Bank verwahrt sie lediglich. Geht sie pleite, werden sie auf ein anderes Institut übertragen, und Sie bleiben Eigentümer dessen, was Sie besaßen.

Deshalb ergibt es wenig Sinn, "Wertpapiere sicherheitshalber auf mehrere Banken zu verteilen": Das Risiko im Depot ist nicht die Bankpleite, sondern dass die Papiere darin an Wert verlieren — und dagegen hilft kein Bankwechsel.

Die zwei Dinge, die heute zu prüfen sind

Erstens: Übersteigt das Guthaben bei einer einzigen Bank die gesicherte Grenze, ist das Aufteilen ein kostenloser Schritt, der ein reales Risiko beseitigt. Es geht nicht um das ganze Vermögen, nur um den Teil in bar.

Zweitens: Prüfen Sie, ob das Gekaufte wirklich ein verwahrtes Instrument ist und kein von der Bank selbst begebenes Produkt. Eine Anleihe Ihrer eigenen Bank ist ein Kredit an diese Bank: Geht sie pleite, ist sie nicht verwahrt — sie ist mit ihr verloren. Diese Unterscheidung trennt in einer Bankenkrise das Ärgernis vom Schaden.

Kurz gefasst

  • Einlagen sind in der EU bis 100.000 Euro gesichert, pro Person und pro Bank.
  • Ein Gemeinschaftskonto ist doppelt geschützt; drei Konten bei einer Bank nicht.
  • Verwahrte Aktien, Anleihen und Fonds bleiben Ihre, auch bei einer Bankpleite.
  • Eine Anleihe Ihrer eigenen Bank ist ein Kredit an sie, kein verwahrtes Papier.

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