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Alles auf einmal anlegen oder nach und nach?

Statistisch gewinnt die Einmalanlage in etwa zwei von drei Fällen, weil Märkte häufiger steigen als fallen und wartendes Geld nichts verdient. Schrittweise anzulegen bringt im Schnitt etwas weniger, begrenzt aber den Schaden beim falschen Einstiegstag — und erhöht vor allem die Chance, dass Sie investiert bleiben.

Warum die Einmalanlage rechnerisch gewinnt

Aktienmärkte steigen die meiste Zeit: Die Rückschläge sind heftiger, aber seltener. Verteilen Sie den Einstieg auf zwölf Monate, liegt elf Monate lang ein Teil Ihres Geldes still — und stillliegendes Geld verdient nichts, während der Markt klettert.

Über lange Zeiträume und viele Startpunkte schlägt der Einmaleinstieg das Verteilen in etwa zwei von drei Fällen. Das ist keine Meinung, sondern Arithmetik: Je länger das Geld investiert ist, desto mehr arbeitet es.

Warum zwei von drei nicht zum Entscheiden reichen

Der eine Fall von dreien, in dem Sie verlieren, ist der Einstieg kurz vor einem starken Rückgang. Das kostet nicht nur Geld: Es stellt Sie in den ersten Monaten vor ein Depot im Minus — genau dann, wenn Sie am wenigsten Grund zur Geduld und die größte Versuchung zum Verkauf haben.

Und wer während eines Rückgangs verkauft, bekommt die Erholung nicht: Aus einem vorübergehenden Verlust wird ein endgültiger. Dieser Verhaltensfehler kostet fast immer mehr als der statistische Unterschied zwischen beiden Methoden.

Wie man wirklich entscheidet

Die richtige Frage lautet nicht "was bringt mehr", sondern "mit welcher der beiden lasse ich zehn Jahre lang die Finger davon". Wenn ein Minus von 30% im ersten Jahr Sie zum Verkauf brächte, ist das schrittweise Vorgehen nicht die schlechtere Wahl: Es ist die einzige, die für Sie funktioniert.

Ein verbreiteter Mittelweg: die Hälfte sofort, die Hälfte über sechs oder zwölf Monate verteilt. Sie geben einen Teil des statistischen Vorteils auf und kaufen dafür die Wahrscheinlichkeit, in der ersten schlechten Woche sitzen zu bleiben.

Kurz gefasst

  • Die Einmalanlage schlägt das Verteilen in etwa zwei von drei Fällen.
  • Das Verteilen begrenzt den Schaden des falschen Tages und den Drang zu verkaufen.
  • Verkaufen im Rückgang kostet mehr als der Unterschied zwischen beiden Methoden.
  • Wählen Sie die Methode, bei der Sie investiert bleiben — nicht die, die im Schnitt gewinnt.

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